Häufig gestellte Fragen

Nachfolgend finden Sie einige der Fragen, die uns häufig zu unserem innovativen Wärmekonzept gestellt werden. Wenn Sie Ihre Fragen hier nicht beantwortet finden, rufen Sie uns doch einfach unter +49-231-22617-800 an oder schreiben Sie uns eine E-Mail an info(at)latherm.de.

Kann ich auch mein Haus (o. ä.) mit Ihrer Wärme versorgen?
Die Speichermenge eines Containers reicht bei einem Einfamilienhaus zwar für ein Vierteljahr, ein für alle Parteien wirtschaftlicher Betrieb wäre jedoch auf diesem Weg nicht möglich. Aus diesem Grund beliefern wir primär die Abnehmer größerer Wärmemengen, wie z. B. Schwimmbäder, Schulen oder Krankenhäuser. Ein (großes) Schwimmbad benötigt beispielsweise zwei bis vier Containerlieferungen pro Tag.
Kann jede größere Immobilie von der LaTherm-Versorgung profitieren?
Grundsätzlich ja, aber es gibt natürlich bestimmte Rahmenbedingungen. Technisch ist zunächst zu beachten, dass ein (befestiger) Anfahrweg und eine entsprechende Abstellfläche für die Container vorhanden sein muss. Die Wärmeversorgung lohnt sich derzeit über eine Distanz von maximal 20 km. Darüber hinaus muss die Immobilie natürlich in unser Logistikkonzept eingebunden sein, sprich: nur dann, wenn die Immobilie in einem unserer Versorgungsgebiete liegt (alternativ einem der Gebiete unserer Partner), können wir eine Wärmebelieferung anbieten. Darüber hinaus ist zu beachten, dass ein Großteil der von uns gelieferten Wärme ein Temperaturniveau von ca. 60 °C aufweist - somit kommen Objekte, die deutlich höhere Temperaturen benötigen, leider nicht in Frage.
Bei welcher Temperatur wird die Wärme gespeichert?
Der Speicher wird dann optimal verwendet, wenn er mit möglichst hoher Temperatur beladen wird und die Entladung bei einem Verbraucher mit möglichst niedrigem Temperaturniveau stattfindet. Die maximale Beladetemperatur soll 110 °C nicht überschreiten. Für eine Brennwertheizung mit 55 °C Vorlauf und 40 °C Rücklauf ist das Speichermaterial besonders geeignet, da in diesem Temperaturbereich die latent gespeicherte Wärme abgegeben wird. Eine noch tiefere Rücklauftemperatur, wie es bei Fußboden- und Schwimmbadheizungen üblich ist, ermöglicht es, dem Container noch größere Wärmemengen zu entnehmen. Das Diagramm im Datenblatt zeigt die speicherbare Wärmemenge für verschiedene Belade- und für Entladetemperaturen von 40 °C oder 50 °C.
Welche Versorgungsgebiete bedient LaTherm?
Momentan bieten wir die Versorgung mit Wärme im Ruhrgebiet an. Die 10 größten Balungsgebiete sollen dann sukzessive erschlossen werden. Da wir unsere Wärmespeicher aber auch verkaufen, kann praktisch jeder mit unseren Technologien Wärmelieferant werden und so neue Versorgungsgebiete erschließen.
Bietet die Wärmeversorgung in Containern nicht höhere Ausfallrisiken als ein klassisches Heizungssystem?
An jedem Standort werden wir über eine Reihe von Wärmequellen verfügen, die uns mit Wärme versorgen. Somit stellen sowohl geplante (z. B. für Wartung) als auch ungeplante Ausfallzeiten keine Schwierigkeit dar. Darüber hinaus können die Container unproblematisch über mehrere Tage gelagert werden, so dass entsprechende Reserven vorgehalten werden können. Letztendlich wird in den meisten Fällen das vorhandenes Heizungssystem weiterhin parallel zu den Containern betrieben. Somit wird die Ausfallgefahr durch die zusätzliche Redundanz sogar verringert.
Welche Anforderungen muss ein Unternehmen erfüllen, um als Wärmelieferant in Frage zu kommen?
Technisch ist zunächst zu beachten, dass ein (befestiger) Anfahrweg und eine entsprechende Abstellfläche für die Container vorhanden sein muss. Darüber hinaus muss das Unternehmen in der Lage sein, uns mit Wärme auf einem Temperaturniveau von ca. 100 °C zu versorgen. Die täglich zur Verfügung stehende Wärmemenge sollte mindestens 10 MWh betragen. Weitere Details müssen dann jeweils im Einzelfall erörtert werden.
Handelt es sich bei den Containern um Gefahrgut?
Das Speichermedium für die Wärme ist Natriumacetat - dieser ungefährliche Lebensmittelzusatzstoff wird unter anderem auch als Konservierungsmittel verwendet. Sollte es jemals zu einem Unfall kommen, bei dem z. B. die Containerhülle aufgerissen wird, kühlt das austretende flüssige, warme Salz sofort ab und kristalliert aus. Auf diese Weise verschließt sich das Leck selbst.
Wie kann LaTherm eine CO2-neutrale Wärmeversorgung ermöglichen, wenn die Containertransporte mit Dieselkraftstoff durchgeführt werden?
Eine vollständig CO2-neutrale Wärmeversorgung ist unsere langfristige Vision - die beispielsweise dann erreicht würde, wenn der Containertransport ausschließlich mit Biodiesel durchgeführt wird. Bis zu diesem Zeitpunkt sind wir "nur" in hohem Maße CO2-effizient, da der Transport nur einen geringen Teil derjenigen Energie verbraucht, die in Form von Wärme beim Kunden angeliefert wird.
Ist das LaTherm-System tatsächlich ökologisch sinnvoll, wenn für den Containertransport Kraftstoff verbraucht wird?
Die im LaTherm-Container gespeicherte Wärmemenge ist ungefähr zehn- bis fünfzehnmal so groß wie die für den Transport (in Form von Kraftstoff) aufgewendete Energie. Anders ausgedrückt, durch Nutzung der ohnehin vorhandenen, gleichbleibenden Menge an industrieller Abfallwärme verbraucht unser System für die gleiche Wärmemenge maximal ein Zehntel der sonst erforderlichen Energie (z. B. Erdgas, Heizöl, o. ä.). Zu einem noch besseren Ergebnis zugunsten des LaTherm-Systems kommt eine Studie der Universität Bayreuth.
Warum wurde das LaTherm-Konzept nicht schon viel früher durchgeführt, wenn es so viele Vorteile bietet?
Selbstverständlich können auch wir keine Wunder vollbringen - unsere Kosten bestehen insbesondere in den Personalkosten für den Transport der Container. Durch die stark gestiegenen Kosten für die klassische Wärmeversorgung mit Öl oder Gas ist unser Geschäftskonzept erst in den letzten Jahren wirtschaftlich möglich (auch wenn es schon vorher ökologisch sinnvoll gewesen wäre).
Wenn die Nutzung industrieller Abfallwärme (so) sinnvoll ist, warum erfolgt dies nicht einfach durch Einspeisung in Fernwärmenetze?
Fernwärmenetze erfordern (sehr) hohe Anfangsinvestitionen, die Wärmeanbieter oder -abnehmer typischerweise nicht auf sich nehmen wollen - hinzu kommen noch die nicht zu unterschätzenden Instandhaltungskosten. Allein aus diesem Grund ist das LaTherm-System bereits bei Transportdistanzen von ca. 400 m wirtschaftlicher als leitungsgebundene Systeme (einen ausführlichen Vergleich finden Sie auch in dieser Studie der Universität Bayreuth). Darüber hinaus bieten Fernwärmenetze den Nachteil, dass die benötigte Wärme immer zu dem Zeitpunkt eingespeist (und somit erzeugt) werden muss, zu dem der Nutzer sie benötigt. Die wenigsten (Industrie-)Unternehmen sind jedoch in der Lage, eine garantierte Verfügbarkeit ihrer Wärme rund um die Uhr zu gewährleisten. Da unsere Wärmeversorgung u. a. auf der Speicherung von Wärme beruht, haben wir dieses Problem nicht.


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